Erste-Hilfe-Leitfaden

Fragen, Fallbeispiele und Lösungen zu wichtigen Erste-Hilfe-Themen.

Themenübersicht

1. Notruf 2. Organisation der Hilfe 3. Richtiges Verhalten 4. Verhalten bei Unfällen 5. Rettung aus Kraftfahrzeugen 6. Rettung Gefahrenbereich 7. Maßnahmen ansprechbar 8. Bewusstlosigkeit & Wiederbelebung 9. Motorradunfall - Helmabnahme 10. Atmung prüfen 11. Entscheidung treffen! 12. Herz-Kreislauf-Stillstand 13. Herzdruckmassage Druckpunkt 14. Defibrillation 15. Erstickungsgefahr 16. Oberbauchkompression 17. Insektenstich Mund-Rachenraum 18. Elektrounfälle 19. Unfälle Niederspannung 20. Unfälle Hochspannung 21. Schock 22. Schwere allergische Reaktion 23. Blutungen & Verletzungen 24. Starke Blutungen 25. Blutungen am Kopf 26. Amputationsverletzungen 27. Kopfverletzung 28. Bauchverletzungen 29. Brustkorbverletzungen 30. Wundversorgung kleinere 31. Wunden/Wundversorgung 32. Blutende Wunden 33. Tierbisswunden 34. Fremdkörper in Wunden 35. Fremdkörper im Auge 36. Fremdkörper Körperöffnungen 37. Zeckenstich 38. Nasenbluten 39. Sport/Spiel/Knochenbrüche 40. Muskel- und Gelenkverletzungen 41. Knochenbrüche 42. Rippenbruch 43. Beckenbruch 44. Wirbelsäulenbruch 45. Thermische Schädigungen 46. Hitzschlag 47. Sonnenstich 48. Unterkühlung 1 49. Unterkühlung 2 50. Erfrierungen 51. Verbrennungen/Verbrühungen 52. Sonnenbrand 53. Vergiftungen und Verätzungen 54. Vergiftungen 55. Verätzungen der Haut 56. Augenverätzungen 57. Akute Erkrankungen 58. Herzinfarkt 59. Schlaganfall 60. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) 61. Sepsis (Blutvergiftung) 62. Akute Baucherkrankungen 63. Asthma bronchiale 64. Krampfanfälle 65. Erste Hilfe im Betrieb 66. Personelle, materielle, organisatorische Maßnahmen 67. Maßnahmen nach Unfall 68. Hinweise zum Transport 69. Inhalt Verbandkasten 70. DGUV Regelwerk 71. Checkliste Erste Hilfe 🎲 Zum Themen-Würfel

1. Notruf

Frage: Welche Informationen sind beim Absetzen eines Notrufs (112) unerlässlich?

Fallbeispiel: Sie sind Zeuge eines Verkehrsunfalls auf einer Landstraße. Eine Person ist eingeklemmt, und es tritt Rauch aus einem der Fahrzeuge aus. Sie haben Ihr Handy dabei.

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Lösung: Beim Notruf (112) sind folgende Fragen entscheidend:

  • Wer ruft an? (Ihr Name, Ihre Telefonnummer)
  • Wo ist der Notfallort? (Genaue Adresse, markante Punkte, Fahrtrichtung)
  • Was ist passiert? (Unfall, Brand, medizinischer Notfall, Anzahl der Betroffenen, Art der Verletzung/Erkrankung)
  • Warten auf Rückfragen! (Erst auflegen, wenn die Leitstelle keine Fragen mehr hat. Der Disponent ist geschult, durch gezielte Fragen schnell die notwendigen Einsatzkräfte zu alarmieren und die Hilfsfrist einzuhalten.)

Im Fallbeispiel: Geben Sie der Leitstelle Ihren Namen und Ihre Telefonnummer. Beschreiben Sie die genaue Position auf der Landstraße, den Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und Rauch. Bleiben Sie am Telefon, bis der Disponent das Gespräch beendet hat, da er möglicherweise weitere Details benötigt, um die Rettungsmaßnahmen optimal zu koordinieren.

2. Die Organisation der Hilfe bei Notfällen

Frage: Wer sind die Hauptakteure bei der Organisation der Hilfe in Notfällen und wie arbeiten sie zusammen?

Fallbeispiel: In einem Mehrfamilienhaus bricht ein Feuer aus. Mehrere Bewohner sind betroffen, und die Feuerwehr ist bereits vor Ort. Welche weiteren Organisationen könnten hinzugezogen werden?

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Lösung: Die Hauptakteure sind Rettungsdienst (Notarzt, Rettungssanitäter), Feuerwehr und Polizei. Sie arbeiten eng zusammen, oft koordiniert durch die Integrierte Leitstelle.

Im Fallbeispiel: Neben der Feuerwehr könnten der Rettungsdienst für die medizinische Versorgung der Betroffenen, die Polizei zur Absicherung des Bereichs und zur Ermittlung, sowie eventuell das Technische Hilfswerk (THW) bei größeren strukturellen Schäden oder die Notfallseelsorge zur Betreuung der Bewohner hinzugezogen werden.

3. Richtiges Verhalten bei Notfällen

Frage: Welche fünf W-Fragen sind entscheidend, um bei einem Notfall schnell und effektiv zu handeln?

Fallbeispiel: Sie finden eine bewusstlose Person in einem Park. Es ist unklar, was passiert ist. Was sind Ihre ersten Schritte?

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Lösung: Die fünf W-Fragen sind: Wo? Was? Wie viele? Welche? Warten!

  • Wo: Genaue Ortsangabe (Parkname, nächster Weg, markante Punkte).
  • Was: Bewusstlose Person gefunden.
  • Wie viele: Eine Person.
  • Welche: Bewusstlosigkeit.
  • Warten: Auf Rückfragen der Leitstelle warten.

Ihre ersten Schritte sind: Eigensicherung prüfen (Gefahren?); Person ansprechen und schütteln, um Bewusstsein zu prüfen; Notruf absetzen (112); Atmung prüfen; stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung; Reanimation bei Bewusstlosigkeit und fehlender/nicht normaler Atmung.

4. Verhalten bei Unfällen

Frage: Welche Maßnahmen ergreifen Sie als Ersthelfer an einer Unfallstelle, um sich selbst und andere zu schützen?

Fallbeispiel: Auf der Autobahn sehen Sie einen Auffahrunfall. Sie sind der Erste, der ankommt. Wie sichern Sie die Unfallstelle ab?

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Lösung: Eigensicherung geht vor! Warnweste anlegen, Warndreieck aufstellen, Warnblinkanlage einschalten, Unfallstelle absichern. Dann Notruf absetzen und Erste Hilfe leisten.

Im Fallbeispiel: Warnblinker an, Warnweste anziehen, Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen (mind. 100m auf Autobahnen), Notruf absetzen, dann zu den Verunfallten gehen und Erste Hilfe leisten.

5. Rettung aus Kraftfahrzeugen

Frage: Wann ist eine sofortige Rettung einer Person aus einem verunfallten Kraftfahrzeug ohne professionelle Hilfe notwendig?

Fallbeispiel: Nach einem Unfall ist das Fahrzeug in Brand geraten, und der Fahrer ist bewusstlos am Steuer. Sie können ihn erreichen.

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Lösung: Eine sofortige Rettung ist nur bei akuter Lebensgefahr notwendig, wenn die Person im Fahrzeug nicht anders geschützt werden kann. Beispiele: Fahrzeug brennt, Explosionsgefahr, Absturzgefahr, Ertrinkungsgefahr. Ansonsten sollte auf den Rettungsdienst gewartet werden, um weitere Verletzungen zu vermeiden.

Im Fallbeispiel: Da das Fahrzeug brennt und der Fahrer bewusstlos ist, besteht akute Lebensgefahr. Sie sollten versuchen, den Fahrer mit dem Rautek-Griff oder einer ähnlichen Technik schnellstmöglich aus dem Fahrzeug zu ziehen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Danach sofort in Sicherheit bringen und mit der Ersten Hilfe beginnen (Notruf, Atmung prüfen, ggf. Reanimation).

6. Rettung aus einem Gefahrenbereich

Frage: Welche Gefahren können bei der Rettung einer Person aus einem Gefahrenbereich auftreten und wie schützen Sie sich?

Fallbeispiel: Eine Person ist in einem verrauchten Raum zusammengebrochen. Sie haben keine Atemschutzausrüstung.

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Lösung: Gefahren können sein: Brand, Rauch/Gase, Strom, Einsturz, aggressiver Täter, fließendes Wasser. Schützen Sie sich, indem Sie die Gefahren erkennen und nur handeln, wenn Sie sich selbst nicht in Gefahr bringen. Eigensicherung geht immer vor!

Im Fallbeispiel: Betreten Sie den verrauchten Raum ohne Atemschutz nicht! Rauch ist hochgiftig und kann innerhalb kürzester Zeit zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Rufen Sie sofort die Feuerwehr (112) und warten Sie auf deren Eintreffen. Versuchen Sie, die Person aus sicherer Entfernung anzusprechen oder die Tür zu öffnen, um den Rauch abzuleiten, aber betreten Sie den Raum nicht.

7. Erste Maßnahmen bei ansprechbaren Betroffenen

Frage: Wie gehen Sie bei einem ansprechbaren Betroffenen vor, um dessen Zustand zu beurteilen und erste Hilfe zu leisten?

Fallbeispiel: Ihr Kollege klagt plötzlich über starke Brustschmerzen und Atemnot, ist aber bei Bewusstsein.

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Lösung: Sprechen Sie die Person an, fragen Sie nach dem Befinden und den Symptomen. Versuchen Sie, die Person zu beruhigen und in eine bequeme Position zu bringen. Prüfen Sie Bewusstsein, Atmung und Kreislauf. Setzen Sie den Notruf ab und bleiben Sie bei der Person.

Im Fallbeispiel: Sprechen Sie Ihren Kollegen an, fragen Sie genau nach den Schmerzen (Wo? Seit wann? Strahlen sie aus?). Beruhigen Sie ihn und bringen Sie ihn in eine für ihn bequeme Position (oft Oberkörper hochgelagert). Rufen Sie sofort den Notruf (112) und beschreiben Sie die Symptome. Lockern Sie beengende Kleidung und bleiben Sie bei ihm, bis der Rettungsdienst eintrifft. Kontrollieren Sie regelmäßig Bewusstsein und Atmung.

8. Bewusstlosigkeit & Wiederbelebung

Frage: Was ist der erste Schritt, wenn Sie eine bewusstlose Person auffinden?

Fallbeispiel: Sie finden eine Person regungslos auf dem Boden. Sie reagiert nicht auf Ansprechen oder leichtes Rütteln.

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Lösung: Der erste Schritt ist die Bewusstseinskontrolle: Sprechen Sie die Person laut an und rütteln Sie leicht an den Schultern. Reagiert sie nicht, ist sie bewusstlos.

Im Fallbeispiel: Nachdem Sie festgestellt haben, dass die Person bewusstlos ist, rufen Sie sofort den Notruf (112). Dann überstrecken Sie den Kopf der Person, um die Atemwege freizumachen, und prüfen die Atmung (sehen, hören, fühlen) für maximal 10 Sekunden. Je nach Ergebnis leiten Sie weitere Maßnahmen ein (stabile Seitenlage oder Reanimation).

9. Motorradunfall - Helmabnahme

Frage: Wann ist die Abnahme eines Motorradhelms bei einem verunfallten Motorradfahrer notwendig und wie wird sie korrekt durchgeführt?

Fallbeispiel: Ein Motorradfahrer ist verunfallt und liegt bewusstlos auf der Straße. Der Helm ist noch auf. Sie sind der erste Helfer vor Ort.

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Lösung: Die Helmabnahme ist nur in bestimmten, lebensbedrohlichen Situationen notwendig, wenn der Helm die Erste Hilfe behindert:

  • Wenn der Motorradfahrer bewusstlos ist und nicht normal atmet (zur Durchführung der Atemkontrolle und ggf. Reanimation).
  • Wenn der Motorradfahrer bewusstlos ist und erbricht (um das Erbrochene abfließen zu lassen und Erstickung zu verhindern).
  • Wenn die Atemwege nicht anders freigemacht werden können.

Die Helmabnahme sollte immer von zwei Personen durchgeführt werden, um die Halswirbelsäule zu stabilisieren und weitere Verletzungen zu vermeiden:

  1. Erste Person: Stabilisiert den Kopf des Verunfallten von oben am Helm, um jegliche Bewegung zu verhindern.
  2. Zweite Person: Öffnet den Helmverschluss und löst den Kinnriemen. Greift dann von unten in den Helm, um den Kopf am Unterkiefer zu fixieren und die Stabilität zu übernehmen.
  3. Erste Person: Zieht den Helm vorsichtig und langsam über den Kopf nach hinten ab.
  4. Beide Personen: Legen den Kopf des Verunfallten vorsichtig auf den Boden ab, während die zweite Person weiterhin den Kopf stabilisiert, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Rufen Sie immer sofort den Notruf (112) und warten Sie auf professionelle Hilfe, es sei denn, die oben genannten lebensbedrohlichen Situationen erfordern eine sofortige Helmabnahme.

10. So prüfen Sie die Atmung

Frage: Wie überprüfen Sie effektiv, ob eine bewusstlose Person normal atmet?

Fallbeispiel: Die bewusstlose Person, die Sie gefunden haben, reagiert nicht. Sie müssen nun die Atmung überprüfen.

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Lösung: Sie prüfen die Atmung nach dem Prinzip "Sehen, Hören, Fühlen":

  • Sehen: Hebt und senkt sich der Brustkorb?
  • Hören: Hören Sie Atemgeräusche, wenn Sie Ihr Ohr nah an Mund und Nase halten?
  • Fühlen: Fühlen Sie einen Lufthauch an Ihrer Wange?

Überprüfen Sie dies für maximal 10 Sekunden, nachdem Sie den Kopf der Person überstreckt haben, um die Atemwege freizumachen.

11. Entscheidung treffen!

Frage: Welche Entscheidung müssen Sie treffen, nachdem Sie die Atmung einer bewusstlosen Person überprüft haben?

Fallbeispiel: Sie haben die Atmung überprüft und stellen fest, dass die Person nicht normal atmet (z.B. Schnappatmung oder keine Atmung).

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Lösung: Wenn die Person bewusstlos ist und *nicht normal* atmet (keine Atmung oder nur Schnappatmung), müssen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) beginnen. Wenn die Person bewusstlos ist und *normal* atmet, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage.

Im Fallbeispiel: Da die Person nicht normal atmet, müssen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Rufen Sie laut um Hilfe und bitten Sie jemanden, einen AED zu holen, falls vorhanden. Beginnen Sie mit 30 Herzdruckmassagen, gefolgt von 2 Beatmungen (falls Sie geübt sind und es sich zutrauen).

12. Herz-Kreislauf-Stillstand

Frage: Was sind die Anzeichen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes und welche Sofortmaßnahme ist entscheidend?

Fallbeispiel: Eine Person bricht plötzlich zusammen, ist bewusstlos und atmet nicht normal.

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Lösung: Anzeichen sind: Bewusstlosigkeit und keine normale Atmung (keine Atmung oder Schnappatmung). Die entscheidende Sofortmaßnahme ist der sofortige Beginn der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW), insbesondere der Herzdruckmassage.

Im Fallbeispiel: Da alle Anzeichen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes vorliegen, müssen Sie sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Rufen Sie laut um Hilfe und veranlassen Sie den Notruf (112) und das Holen eines AED. Führen Sie die Herzdruckmassage mit einer Frequenz von 100-120 Kompressionen pro Minute und einer Tiefe von 5-6 cm durch. Beginnen Sie mit 30 Herzdruckmassagen, gefolgt von 2 Beatmungen (falls Sie geübt sind und es sich zutrauen). Siehe auch PKT 11 !!!

13. Herzdruckmassage Druckpunkt

Frage: Wo genau liegt der Druckpunkt für eine effektive Herzdruckmassage und wie tief sollte gedrückt werden?

Fallbeispiel: Sie beginnen mit der Herzdruckmassage bei einer Person mit Herz-Kreislauf-Stillstand.

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Lösung: Der Druckpunkt liegt in der Mitte des Brustbeins. Drücken Sie mit dem Handballen einer Hand, die andere Hand darüber legen und die Finger verschränken. Drücken Sie 5-6 cm tief mit einer Frequenz von 100-120 Kompressionen pro Minute.

Im Fallbeispiel: Positionieren Sie sich seitlich neben der Person. Finden Sie die Mitte des Brustbeins. Legen Sie den Handballen Ihrer dominanten Hand auf diese Stelle, den Handballen der anderen Hand darüber. Verschränken Sie die Finger. Halten Sie die Arme gestreckt und drücken Sie kräftig und schnell (ca. 2 Kompressionen pro Sekunde), 5-6 cm tief. Achten Sie darauf, dass der Brustkorb sich nach jeder Kompression vollständig entlastet.

14. Defibrillation

Frage: Wann und wie wird ein automatischer externer Defibrillator (AED) eingesetzt?

Fallbeispiel: Während der Reanimation einer Person wird ein AED zur Verfügung gestellt.

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Lösung: Ein AED wird bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand eingesetzt, sobald er verfügbar ist. Er analysiert den Herzrhythmus und gibt bei Bedarf einen Elektroschock ab. Befolgen Sie immer die Sprachanweisungen des AED.

Im Fallbeispiel: Schalten Sie den AED ein und befolgen Sie sofort die Sprachanweisungen. Kleben Sie die Elektroden auf den nackten Brustkorb der Person, wie auf den Elektroden abgebildet. Stellen Sie sicher, dass niemand die Person berührt, wenn der AED analysiert oder einen Schock abgibt. Fahren Sie mit der Herzdruckmassage fort, bis der AED anweist, zu stoppen oder der Rettungsdienst eintrifft.

15. Erstickungsgefahr

Frage: Welche Anzeichen deuten auf eine Erstickungsgefahr hin und wie reagieren Sie darauf?

Fallbeispiel: Ein Kind verschluckt sich beim Essen und kann nicht mehr sprechen oder husten.

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Lösung: Anzeichen sind: plötzliche Atemnot, Husten ist ineffektiv oder nicht möglich, Würgen, bläuliche Verfärbung der Lippen/Gesicht, Hände am Hals (universelles Erstickungszeichen). Reagieren Sie mit Rückenschlägen und ggf. Oberbauchkompressionen (Heimlich-Manöver).

Im Fallbeispiel: Da das Kind nicht mehr sprechen oder husten kann, ist die Atemwegsverlegung vollständig. Führen Sie sofort 5 kräftige Rückenschläge zwischen die Schulterblätter durch. Wenn dies nicht hilft, führen Sie 5 Oberbauchkompressionen (Heimlich-Manöver) durch. Wiederholen Sie den Wechsel, bis der Fremdkörper entfernt ist oder das Kind bewusstlos wird. Bei Bewusstlosigkeit sofort Notruf und Reanimation beginnen.

16. Oberbauchkompression

Frage: Unter welchen Umständen wird die Oberbauchkompression (Heimlich-Manöver) angewendet und wie wird sie korrekt durchgeführt?

Fallbeispiel: Ein Erwachsener hat sich verschluckt und zeigt deutliche Zeichen der Atemnot, Husten ist nicht mehr effektiv.

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Lösung: Die Oberbauchkompression wird angewendet, wenn Rückenschläge bei einer vollständigen Atemwegsverlegung nicht erfolgreich waren. Durchführung: Hinter die Person stellen, Arme um den Oberbauch legen. Eine Faust ballen und mit der anderen Hand umfassen. Die Faust zwischen Bauchnabel und Brustbein legen. Mit einem kräftigen Ruck nach innen und oben drücken.

Im Fallbeispiel: Da der Husten nicht mehr effektiv ist, ist die Atemwegsverlegung kritisch. Führen Sie zunächst 5 kräftige Rückenschläge durch. Wenn diese nicht helfen, wenden Sie die Oberbauchkompression an: Stellen Sie sich hinter die Person, umfassen Sie sie mit beiden Armen. Ballen Sie eine Faust und legen Sie sie mit der Daumenseite nach innen zwischen Bauchnabel und Brustbein. Umfassen Sie die Faust mit der anderen Hand. Ziehen Sie kräftig und ruckartig nach innen und oben. Wiederholen Sie dies bis zu 5 Mal. Wechseln Sie zwischen Rückenschlägen und Oberbauchkompressionen.

17. Insektenstich im Mund-Rachenraum

Frage: Welche Maßnahmen ergreifen Sie bei einem Insektenstich im Mund- oder Rachenraum?

Fallbeispiel: Eine Person hat versehentlich eine Wespe verschluckt und klagt über starke Schmerzen und Schwellung im Hals.

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Lösung: Sofort den Notruf (112) wählen! Kühlen Sie den Bereich von außen (Eisbeutel, kalte Umschläge) und von innen (Eiswürfel lutschen, kaltes Wasser schlucken). Oberkörper hochlagern, beengende Kleidung lockern.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Notruf (112), da eine Schwellung im Hals die Atemwege blockieren kann. Geben Sie der Person Eiswürfel zum Lutschen oder kaltes Wasser zum Schlucken, um die Schwellung zu reduzieren. Legen Sie kalte Umschläge oder einen Eisbeutel von außen an den Hals. Beruhigen Sie die Person und lagern Sie den Oberkörper hoch. Beobachten Sie die Atmung genau.

18. Elektrounfälle

Frage: Was sind die ersten Schritte bei einem Elektrounfall, um sich selbst und den Betroffenen zu schützen?

Fallbeispiel: Eine Person liegt bewusstlos neben einem freiliegenden, unter Strom stehenden Kabel.

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Lösung: Oberste Priorität hat die Eigensicherung! Trennen Sie die Stromzufuhr (Sicherung herausnehmen, Stecker ziehen). Berühren Sie die Person nicht, solange sie unter Strom steht. Rufen Sie den Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Berühren Sie die Person auf keinen Fall! Versuchen Sie, die Stromzufuhr zu unterbrechen (z.B. Sicherung im Sicherungskasten herausdrehen/umlegen). Wenn das nicht möglich ist, versuchen Sie, das Kabel mit einem nicht leitenden Gegenstand (z.B. trockenem Holzstock) von der Person wegzuschieben. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Erst wenn die Stromzufuhr sicher unterbrochen ist, nähern Sie sich der Person und beginnen mit der Ersten Hilfe (Bewusstseins- und Atmungskontrolle, ggf. Reanimation).

19. Unfälle bei Niederspannung bis 1 kV

Frage: Wie gehen Sie bei einem Elektrounfall mit Niederspannung vor, um die Stromzufuhr sicher zu unterbrechen?

Fallbeispiel: Eine Person hat einen Stromschlag von einer defekten Steckdose erlitten und klammert sich fest.

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Lösung: Trennen Sie die Stromzufuhr! Ziehen Sie den Stecker des Geräts, schalten Sie die Sicherung aus oder betätigen Sie den FI-Schutzschalter. Wenn dies nicht möglich ist, versuchen Sie, die Person mit einem nicht leitenden Gegenstand (z.B. Holz, Plastik) vom Stromkreis zu trennen.

Im Fallbeispiel: Versuchen Sie, den Stecker des Geräts aus der Steckdose zu ziehen. Wenn das nicht geht, schalten Sie die entsprechende Sicherung im Sicherungskasten aus. Wenn auch das nicht möglich ist, versuchen Sie, die Person mit einem trockenen, nicht leitenden Gegenstand (z.B. Besenstiel aus Holz) von der Stromquelle wegzuziehen. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Nach der Trennung der Stromzufuhr prüfen Sie Bewusstsein und Atmung und leisten weitere Erste Hilfe.

20. Unfälle bei Hochspannung mit mehr als 1 kV

Frage: Was ist bei einem Unfall mit Hochspannung unbedingt zu beachten, und welche Maßnahmen sind zu unterlassen?

Fallbeispiel: Sie sehen, wie eine Person in Kontakt mit einer Hochspannungsleitung gerät.

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Lösung: Bei Hochspannung besteht Lebensgefahr durch Überschlag! Halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 5 Metern (bei Bahnstrom 10 Meter) ein. Berühren Sie die Person oder das Kabel auf keinen Fall. Rufen Sie sofort den Notruf (112) und warnen Sie andere.

Im Fallbeispiel: Halten Sie unbedingt einen großen Sicherheitsabstand (mindestens 5 Meter, besser mehr) zur Person und zur Hochspannungsleitung ein. Berühren Sie die Person auf keinen Fall! Rufen Sie sofort den Notruf (112) und warnen Sie andere Personen, sich der Gefahrenstelle zu nähern. Warten Sie auf das Eintreffen der Rettungskräfte und des Energieversorgers, die die Leitung abschalten können.

21. Schock

Frage: Welche Anzeichen deuten auf einen Schock hin und wie lagern Sie einen Betroffenen schockgerecht?

Fallbeispiel: Eine Person hat viel Blut verloren und ist blass, kaltschweißig und unruhig.

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Lösung: Anzeichen sind: Blässe, kalter Schweiß, schneller Puls, Unruhe, Angst, Durst, später Bewusstseinsstörungen. Schockgerechte Lagerung: Flach auf den Rücken legen und die Beine hochlagern (Schocklage), es sei denn, es gibt Verletzungen, die dies verhindern (z.B. Kopfverletzungen, Atemnot).

Im Fallbeispiel: Die Person zeigt klassische Schocksymptome. Lagern Sie die Person flach auf den Rücken und legen Sie die Beine hoch (ca. 30 cm), um den Blutrückfluss zum Herzen zu fördern. Decken Sie die Person warm zu, um einem weiteren Auskühlen entgegenzuwirken. Beruhigen Sie die Person und rufen Sie den Notruf (112). Kontrollieren Sie regelmäßig Bewusstsein und Atmung.

22. Schwere allergische Reaktion

Frage: Was sind die Symptome einer schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie) und wie leisten Sie erste Hilfe?

Fallbeispiel: Nach einem Bienenstich schwillt das Gesicht einer Person schnell an, sie bekommt Atemnot und klagt über Kreislaufprobleme.

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Lösung: Symptome können sein: Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen (besonders im Gesicht/Hals), Atemnot, Kreislaufprobleme (Schwindel, Kollaps). Sofort Notruf (112) wählen! Wenn die Person ein Notfallset (z.B. Adrenalin-Autoinjektor) hat, helfen Sie bei der Anwendung. Lagern Sie die Person entsprechend der Symptome.

Im Fallbeispiel: Dies sind deutliche Anzeichen einer Anaphylaxie. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Fragen Sie die Person oder anwesende Angehörige, ob ein Notfallset (Adrenalin-Autoinjektor) vorhanden ist und helfen Sie bei der Anwendung. Lagern Sie die Person bei Atemnot mit erhöhtem Oberkörper. Bei Kreislaufproblemen in Schocklage. Bleiben Sie bei der Person und beobachten Sie Atmung und Bewusstsein genau.

23. Blutungen, Kopf-, Bauch- und Brustkorbverletzungen

Frage: Welche allgemeinen Prinzipien gelten bei der Erstversorgung von schweren Blutungen und inneren Verletzungen?

Fallbeispiel: Eine Person ist gestürzt und hat eine stark blutende Wunde am Arm sowie Schmerzen im Brustkorb.

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Lösung: Bei starken Blutungen: Direkten Druck auf die Wunde ausüben, Druckverband anlegen. Bei Verdacht auf innere Verletzungen (Kopf, Bauch, Brustkorb): Notruf (112) wählen, Person schonend lagern, Bewusstsein und Atmung kontrollieren, Schockzeichen beachten.

Im Fallbeispiel: Bei der stark blutenden Wunde am Arm sofort direkten Druck auf die Wunde ausüben (z.B. mit einem sauberen Tuch oder Verbandpäckchen) und einen Druckverband anlegen. Bei den Schmerzen im Brustkorb besteht Verdacht auf eine Brustkorbverletzung. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Lagern Sie die Person bequem (oft mit leicht erhöhtem Oberkörper, um die Atmung zu erleichtern). Beobachten Sie Bewusstsein, Atmung und achten Sie auf Schockzeichen.

24. Starke Blutungen

Frage: Wie stoppen Sie eine starke, spritzende Blutung effektiv?

Fallbeispiel: Bei einem Arbeitsunfall hat sich eine Person tief in den Unterarm geschnitten, und es blutet stark.

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Lösung: Üben Sie sofort starken direkten Druck auf die Wunde aus, am besten mit einem sterilen Verbandpäckchen oder einem sauberen Tuch. Legen Sie einen Druckverband an, indem Sie eine elastische Binde fest um die Wunde wickeln und dabei einen festen Gegenstand (z.B. ein weiteres Verbandpäckchen) als Druckpolster direkt auf die Wunde legen. Wenn möglich, das verletzte Körperteil hochlagern.

Im Fallbeispiel: Drücken Sie sofort mit einem sauberen Tuch oder Verbandpäckchen fest auf die Schnittwunde. Halten Sie den Druck aufrecht und wickeln Sie eine elastische Binde fest darum, wobei Sie ein Druckpolster (z.B. ein weiteres Verbandpäckchen) direkt auf die Wunde legen. Lagern Sie den Unterarm hoch. Rufen Sie den Notruf (112). Kontrollieren Sie, ob der Druckverband die Blutung stoppt und ob die Finger unterhalb des Verbandes noch durchblutet sind (Farbkontrolle, Puls).

25. Blutungen am Kopf

Frage: Wie versorgen Sie eine blutende Kopfverletzung und was ist dabei besonders zu beachten?

Fallbeispiel: Eine Person ist gestürzt und hat eine Platzwunde am Kopf, die stark blutet.

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Lösung: Bei blutenden Kopfverletzungen direkten Druck auf die Wunde ausüben (mit sterilem Material). Achten Sie auf mögliche weitere Kopfverletzungen (Schädel-Hirn-Trauma). Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage, bei Ansprechbarkeit Oberkörper hochlagern.

Im Fallbeispiel: Üben Sie mit einem sterilen Verbandpäckchen oder einem sauberen Tuch direkten, aber nicht zu starken Druck auf die Platzwunde aus, um die Blutung zu stoppen. Fixieren Sie den Verband vorsichtig mit einer Kopfbinde. Beobachten Sie die Person genau auf Anzeichen eines Schädel-Hirn-Traumas (z.B. Bewusstseinsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Pupillenunterschiede). Rufen Sie den Notruf (112). Lagern Sie die Person bei Bewusstsein mit leicht erhöhtem Oberkörper.

26. Amputationsverletzungen

Frage: Welche Maßnahmen ergreifen Sie bei einer Amputationsverletzung, sowohl für den Betroffenen als auch für das abgetrennte Körperteil?

Fallbeispiel: Bei einem Unfall wurde einem Arbeiter ein Finger abgetrennt.

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Lösung: Für den Betroffenen: Starke Blutung stillen (Druckverband, ggf. Abbinden). Schockprophylaxe. Notruf (112). Für das abgetrennte Körperteil: In einen sauberen Plastikbeutel legen, diesen luftdicht verschließen. Dann diesen Beutel in einen zweiten Beutel mit Eiswasser legen (direkter Kontakt mit Eis vermeiden). Nicht reinigen!

Im Fallbeispiel: Stillen Sie die Blutung am Stumpf des Fingers sofort durch festen Druck und einen Druckverband. Lagern Sie den Betroffenen schockgerecht und decken Sie ihn warm zu. Rufen Sie umgehend den Notruf (112). Den abgetrennten Finger legen Sie in einen sauberen, trockenen Plastikbeutel und verschließen diesen. Diesen Beutel legen Sie dann in einen weiteren Beutel, der mit Eiswasser gefüllt ist (nicht direkt auf Eis legen!). Geben Sie den Beutel mit dem Finger dem Rettungsdienst mit.

27. Kopfverletzung

Frage: Welche Anzeichen deuten auf eine schwere Kopfverletzung hin und wie lagern Sie den Betroffenen?

Fallbeispiel: Eine Person ist mit dem Fahrrad gestürzt und hat den Kopf aufgeschlagen. Sie ist benommen und klagt über Übelkeit.

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Lösung: Anzeichen für schwere Kopfverletzungen (Schädel-Hirn-Trauma): Bewusstseinsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Pupillenunterschiede, Amnesie, Krampfanfälle. Lagerung: Bei Bewusstsein mit erhöhtem Oberkörper. Bei Bewusstlosigkeit in stabiler Seitenlage.

Im Fallbeispiel: Die Benommenheit und Übelkeit sind Alarmzeichen für ein Schädel-Hirn-Trauma. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Lagern Sie die Person mit leicht erhöhtem Oberkörper, um den Druck im Kopf zu mindern. Beruhigen Sie die Person und verhindern Sie, dass sie einschläft, indem Sie sie immer wieder ansprechen. Beobachten Sie Bewusstsein, Atmung und Pupillen genau.

28. Bauchverletzungen

Frage: Wie erkennen Sie eine schwere Bauchverletzung und welche Lagerung ist für den Betroffenen am besten?

Fallbeispiel: Eine Person wurde bei einem Unfall vom Lenker getroffen und hat starke Schmerzen im Bauchbereich.

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Lösung: Anzeichen: Starke Schmerzen, harter/gespannter Bauch, Übelkeit, Erbrechen, Schockzeichen, sichtbare Wunden. Lagerung: Rückenlage mit leicht angewinkelten Beinen (Knierolle), um die Bauchmuskulatur zu entspannen.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Notruf (112). Lagern Sie die Person in Rückenlage mit leicht angewinkelten Beinen (legen Sie z.B. eine zusammengerollte Decke unter die Knie), um die Bauchmuskulatur zu entspannen und die Schmerzen zu lindern. Decken Sie die Person warm zu, um einem Schock vorzubeugen. Geben Sie der Person nichts zu essen oder zu trinken. Beobachten Sie Bewusstsein, Atmung und Schockzeichen.

29. Brustkorbverletzungen

Frage: Welche Symptome weisen auf eine Brustkorbverletzung hin und wie können Sie die Atmung erleichtern?

Fallbeispiel: Eine Person ist von einer Leiter gestürzt und hat Schmerzen beim Atmen im Brustkorbbereich.

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Lösung: Symptome: Schmerzen beim Atmen/Husten, Atemnot, Schonhaltung, sichtbare Verletzungen, Bluthusten. Atmung erleichtern: Oberkörper hochlagern, beengende Kleidung lockern, beruhigen.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Notruf (112). Lagern Sie die Person mit erhöhtem Oberkörper, da dies die Atmung erleichtern kann. Lockern Sie beengende Kleidung im Brustbereich. Beruhigen Sie die Person und sprechen Sie ruhig mit ihr. Beobachten Sie die Atmung genau und achten Sie auf Anzeichen eines Schocks.

30. Wundversorgung bei kleineren Verletzungen

Frage: Wie reinigen und versorgen Sie eine kleinere Schnittwunde korrekt?

Fallbeispiel: Sie haben sich beim Gemüseschneiden leicht in den Finger geschnitten.

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Lösung: Waschen Sie die Hände gründlich. Reinigen Sie die Wunde unter fließendem, klarem Wasser oder mit einem Wunddesinfektionsmittel. Entfernen Sie kleine Fremdkörper vorsichtig. Decken Sie die Wunde mit einem sterilen Pflaster oder Verband ab. Bei Bedarf die Wunde hochlagern, um die Blutung zu reduzieren.

Im Fallbeispiel: Waschen Sie Ihre Hände gründlich. Halten Sie den Finger unter fließendes, klares Wasser, um eventuelle Speisereste oder Schmutz auszuspülen. Tupfen Sie die Wunde vorsichtig trocken und desinfizieren Sie sie. Kleben Sie ein steriles Pflaster auf die Wunde. Bei leichter Blutung können Sie den Finger kurz hochhalten.

31. Wunden/Wundversorgung

Frage: Welche allgemeinen Schritte sind bei der Wundversorgung zu beachten, um Infektionen vorzubeugen?

Fallbeispiel: Ein Kind hat sich beim Spielen das Knie aufgeschürft, die Wunde ist verschmutzt.

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Lösung: Allgemeine Schritte: Eigenschutz (Handschuhe), Wunde reinigen (fließendes Wasser, Desinfektionsmittel), Fremdkörper entfernen (wenn klein und oberflächlich), Wunde abdecken (steril), bei Bedarf Arzt aufsuchen (tiefe Wunden, stark verschmutzt, Tierbisse, Tetanusschutz).

Im Fallbeispiel: Ziehen Sie Einweghandschuhe an. Reinigen Sie die Schürfwunde gründlich unter fließendem, klarem Wasser, um Schmutz und kleine Steinchen zu entfernen. Verwenden Sie ggf. eine Wunddesinfektion. Tupfen Sie die Wunde vorsichtig trocken und decken Sie sie mit einem sterilen Pflaster oder Verband ab. Achten Sie auf den Tetanusschutz des Kindes. Bei starken Schmerzen, tieferen Wunden oder Unsicherheit einen Arzt aufsuchen.

32. Blutende Wunden/Wundversorgung

Frage: Wie unterscheiden Sie zwischen einer arteriellen und einer venösen Blutung und wie versorgen Sie diese?

Fallbeispiel: Eine Person hat eine tiefe Schnittwunde, aus der hellrotes Blut stoßweise austritt.

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Lösung: Arterielle Blutung: hellrot, spritzend, stark. Venöse Blutung: dunkelrot, gleichmäßig fließend. Versorgung: Bei jeder starken Blutung sofort direkten Druck auf die Wunde ausüben und einen Druckverband anlegen. Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Das hellrote, stoßweise austretende Blut deutet auf eine arterielle Blutung hin, die sehr gefährlich ist. Üben Sie sofort starken, direkten Druck auf die Wunde aus, am besten mit einem sterilen Verbandpäckchen oder einem sauberen Tuch. Halten Sie den Druck aufrecht und wickeln Sie eine elastische Binde fest darum, wobei Sie ein Druckpolster (z.B. ein weiteres Verbandpäckchen) direkt auf die Wunde legen. Lagern Sie das verletzte Körperteil hoch. Rufen Sie umgehend den Notruf (112) und bleiben Sie bei der Person. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Druckverband die Blutung stoppt.

33. Tierbisswunden/Wundversorgung

Frage: Was ist bei der Versorgung einer Tierbisswunde besonders wichtig, um Infektionen zu vermeiden?

Fallbeispiel: Sie wurden von einem streunenden Hund gebissen, die Wunde ist tief und blutet.

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Lösung: Tierbisswunden sind hochgradig infektionsgefährdet. Gründliche Reinigung unter fließendem Wasser (mind. 15 Minuten), Desinfektion. Immer ärztliche Vorstellung zur Wundversorgung und Prüfung des Tetanus- und ggf. Tollwutschutzes.

Im Fallbeispiel: Reinigen Sie die Bisswunde sofort und gründlich unter fließendem, klarem Wasser für mindestens 15 Minuten. Verwenden Sie anschließend ein Wunddesinfektionsmittel. Decken Sie die Wunde steril ab. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Es ist wichtig, den Tetanusschutz zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Je nach Tier und Umständen kann auch eine Tollwutprophylaxe notwendig sein.

34. Fremdkörper in Wunden/Wundversorgung

Frage: Wann sollten Sie einen Fremdkörper aus einer Wunde entfernen und wann nicht?

Fallbeispiel: Eine Person hat einen großen Holzsplitter tief im Bein stecken.

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Lösung: Kleine, oberflächliche Fremdkörper (z.B. Splitter) können vorsichtig entfernt werden. Große, tief sitzende oder spießförmige Fremdkörper (z.B. Messer, Glasscherbe) dürfen NICHT entfernt werden, da dies weitere Schäden oder starke Blutungen verursachen kann. Fixieren Sie solche Fremdkörper und rufen Sie den Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Der große Holzsplitter darf auf keinen Fall entfernt werden! Er könnte wichtige Blutgefäße oder Nerven verletzt haben und seine Entfernung könnte zu starken Blutungen führen. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Versuchen Sie, den Splitter so gut wie möglich zu stabilisieren, z.B. durch Polsterung mit Verbandmaterial um ihn herum, sodass er sich nicht weiter bewegt. Decken Sie die Wunde steril ab, ohne Druck auf den Splitter auszuüben.

35. Fremdkörper im Auge/Wundversorgung

Frage: Wie entfernen Sie kleine Fremdkörper aus dem Auge und wann ist ärztliche Hilfe notwendig?

Fallbeispiel: Sie bekommen beim Arbeiten Staub ins Auge und es reibt unangenehm.

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Lösung: Kleine Fremdkörper können oft durch Blinzeln oder Spülen mit klarem Wasser entfernt werden. Reiben Sie nicht! Ärztliche Hilfe ist notwendig, wenn der Fremdkörper nicht entfernt werden kann, Schmerzen bestehen bleiben, Sehstörungen auftreten oder es sich um scharfe/spitze Fremdkörper handelt.

Im Fallbeispiel: Versuchen Sie zunächst, den Staub durch häufiges Blinzeln oder vorsichtiges Spülen des Auges mit klarem Wasser (z.B. aus einer Wasserflasche) zu entfernen. Reiben Sie auf keinen Fall am Auge! Wenn der Staub nicht herausgeht oder das Reiben und die Irritation anhalten, suchen Sie einen Augenarzt auf.

36. Fremdkörper in Körperöffnungen (Nase und Ohren)

Frage: Was tun Sie, wenn ein Fremdkörper in die Nase oder das Ohr eines Kindes gelangt ist?

Fallbeispiel: Ein kleines Kind hat eine Erbse in die Nase gesteckt.

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Lösung: Versuchen Sie nicht, den Fremdkörper selbst zu entfernen, da er tiefer rutschen könnte. Suchen Sie umgehend einen Arzt (HNO-Arzt) auf. Bei einem Fremdkörper in der Nase kann ein kräftiges Schnäuzen (mit geschlossenem anderen Nasenloch) versucht werden, aber nur einmalig und vorsichtig.

Im Fallbeispiel: Versuchen Sie nicht, die Erbse mit Pinzette oder Fingern zu entfernen, da sie tiefer in die Atemwege rutschen könnte. Ermutigen Sie das Kind, vorsichtig durch die Nase zu schnäuzen, während Sie das andere Nasenloch zuhalten. Wenn das nicht funktioniert oder das Kind zu klein ist, um mitzuhelfen, suchen Sie umgehend einen Kinderarzt oder einen HNO-Arzt auf. Beruhigen Sie das Kind und verhindern Sie, dass es den Fremdkörper weiter hineinschiebt.

37. Zeckenstich

Frage: Wie entfernen Sie eine Zecke sicher und welche Nachsorge ist wichtig?

Fallbeispiel: Nach einem Spaziergang im Wald entdecken Sie eine Zecke an Ihrem Bein.

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Lösung: Entfernen Sie die Zecke mit einer Zeckenzange oder Pinzette so nah wie möglich an der Haut, ziehen Sie sie langsam und gerade heraus. Nicht drehen, quetschen oder Hausmittel verwenden. Desinfizieren Sie die Stichstelle. Beobachten Sie die Stelle auf Rötung (Wanderröte) oder andere Symptome.

Im Fallbeispiel: Nehmen Sie eine feine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange. Fassen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut an (am Kopf der Zecke, nicht am Körper). Ziehen Sie die Zecke langsam und gleichmäßig gerade heraus, ohne sie zu drehen oder zu quetschen. Desinfizieren Sie die Stichstelle anschließend gründlich. Beobachten Sie die Stelle in den nächsten Wochen auf eine sich ausbreitende Rötung (Wanderröte, Anzeichen für Borreliose) oder grippeähnliche Symptome (FSME). Suchen Sie bei Auffälligkeiten einen Arzt auf.

38. Nasenbluten

Frage: Welche Maßnahmen ergreifen Sie bei Nasenbluten, um es schnell zu stoppen?

Fallbeispiel: Ein Kind bekommt plötzlich starkes Nasenbluten.

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Lösung: Setzen Sie sich aufrecht hin, beugen Sie den Kopf leicht nach vorne (nicht in den Nacken legen!). Drücken Sie die Nasenflügel für 5-10 Minuten fest zusammen. Kalte Umschläge im Nacken oder auf dem Nasenrücken können helfen. Nicht schnäuzen.

Im Fallbeispiel: Setzen Sie das Kind aufrecht hin und lassen Sie es den Kopf leicht nach vorne beugen, damit das Blut nicht in den Rachen läuft. Drücken Sie die Nasenflügel für 5-10 Minuten fest zusammen (oder lassen Sie das Kind selbst drücken). Geben Sie dem Kind einen kalten Umschlag in den Nacken oder auf den Nasenrücken. Ermahnen Sie das Kind, nicht zu schnäuzen. Wenn die Blutung nach 10-20 Minuten nicht stoppt oder sehr stark ist, suchen Sie einen Arzt auf.

39. Sport- und Spielverletzungen und Knochenbrüche

Frage: Welche allgemeinen Erste-Hilfe-Maßnahmen gelten für Sport- und Spielverletzungen, insbesondere bei Verdacht auf Knochenbruch?

Fallbeispiel: Beim Fußball knickt ein Spieler um und hat starke Schmerzen am Knöchel.

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Lösung: Bei Sport- und Spielverletzungen gilt oft die PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern). Bei Verdacht auf Knochenbruch: Ruhigstellen, nicht bewegen, kühlen (nicht direkt auf die Haut), Notruf (112) oder Arzt aufsuchen.

Im Fallbeispiel: Wenden Sie die PECH-Regel an:

  • Pause: Lassen Sie den Spieler sofort das Spiel unterbrechen und den Knöchel nicht belasten.
  • Eis: Kühlen Sie den Knöchel sofort mit einem Eisbeutel (in ein Tuch gewickelt, nicht direkt auf die Haut) für ca. 15-20 Minuten.
  • Compression: Legen Sie einen leichten Kompressionsverband an, um Schwellungen zu minimieren.
  • Hochlagern: Lagern Sie den Knöchel hoch, um den Blutfluss zu reduzieren.
Bei starken Schmerzen, Schwellungen oder einer offensichtlichen Fehlstellung sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da ein Bruch oder Bänderriss vorliegen könnte.

40. Muskel- und Gelenkverletzungen

Frage: Wie wenden Sie die PECH-Regel bei Muskel- und Gelenkverletzungen an?

Fallbeispiel: Beim Sport zieht sich jemand einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu.

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Lösung: Die PECH-Regel steht für:

  • Pause: Sofortige Unterbrechung der Belastung.
  • Eis: Kühlen der betroffenen Stelle.
  • Compression: Anlegen eines Kompressionsverbandes.
  • Hochlagern: Hochlagern des verletzten Körperteils.

Im Fallbeispiel:

  • Pause: Der Sportler sollte sofort aufhören und den Oberschenkel nicht mehr belasten.
  • Eis: Kühlen Sie den Oberschenkel sofort mit einem in ein Tuch gewickelten Eisbeutel für 15-20 Minuten.
  • Compression: Legen Sie einen leichten Kompressionsverband um den Oberschenkel.
  • Hochlagern: Lagern Sie das Bein hoch.
Suchen Sie einen Arzt auf, um die Diagnose zu bestätigen und die weitere Behandlung zu planen.

41. Knochenbrüche

Frage: Welche Anzeichen deuten auf einen Knochenbruch hin und wie stabilisieren Sie die betroffene Extremität?

Fallbeispiel: Eine Person ist gestürzt und hat eine offensichtlich deformierte und schmerzende Unterarm.

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Lösung: Anzeichen: Starke Schmerzen, Schwellung, Fehlstellung, Bewegungseinschränkung, abnorme Beweglichkeit, Knirschgeräusche. Stabilisierung: Ruhigstellen der betroffenen Extremität in der vorgefundenen Position, z.B. mit Schienen, Polstern oder Dreieckstüchern. Nicht versuchen, die Fehlstellung zu korrigieren. Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Die offensichtliche Fehlstellung und die starken Schmerzen sind deutliche Anzeichen für einen Unterarmbruch. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Versuchen Sie nicht, den Arm zu richten. Lagern Sie den Unterarm vorsichtig in der vorgefundenen Position, z.B. auf einem Kissen oder einer weichen Unterlage. Fixieren Sie den Arm, indem Sie ihn z.B. mit einem Dreieckstuch als Armschlinge am Körper fixieren. Kühlen Sie die Stelle vorsichtig von außen (nicht direkt auf die Haut). Beobachten Sie die Durchblutung, Motorik und Sensibilität der Hand und Finger.

42. Rippenbruch

Frage: Wie erkennen Sie einen Rippenbruch und welche Maßnahmen ergreifen Sie, um dem Betroffenen das Atmen zu erleichtern?

Fallbeispiel: Nach einem Sturz auf die Brust klagt eine Person über starke Schmerzen beim Atmen und Husten.

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Lösung: Anzeichen: Punktuelle Schmerzen im Brustbereich, die sich beim Atmen, Husten oder Bewegen verstärken. Schonatmung, Schonhaltung. Maßnahmen: Oberkörper hochlagern, beengende Kleidung lockern, beruhigen, Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Die Schmerzen beim Atmen und Husten nach einem Sturz auf die Brust deuten stark auf einen Rippenbruch hin. Rufen Sie den Notruf (112). Lagern Sie die Person mit erhöhtem Oberkörper, da dies die Atmung erleichtern kann. Lockern Sie beengende Kleidung im Brustbereich. Beruhigen Sie die Person und sprechen Sie ruhig mit ihr. Eine leichte Kompression des Brustkorbs (z.B. mit einem breiten Tuch) kann manchmal die Schmerzen lindern, sollte aber nur vorsichtig erfolgen und die Atmung nicht behindern.

43. Beckenbruch

Frage: Welche Symptome weisen auf einen Beckenbruch hin und wie lagern Sie den Betroffenen?

Fallbeispiel: Eine Person ist aus großer Höhe gestürzt und hat starke Schmerzen im Beckenbereich, kann die Beine nicht bewegen.

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Lösung: Symptome: Starke Schmerzen im Beckenbereich, Bewegungseinschränkung der Beine, sichtbare Fehlstellung der Beine, Schockzeichen. Lagerung: Flach auf dem Rücken mit leicht angewinkelten und leicht nach außen gedrehten Beinen (Froschschenkelhaltung), wenn diese Position schmerzarm ist. Ansonsten in der für den Betroffenen angenehmsten Position. Becken nicht bewegen! Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Die starken Schmerzen im Beckenbereich und die Unfähigkeit, die Beine zu bewegen, sind deutliche Anzeichen für einen Beckenbruch. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Bewegen Sie die Person so wenig wie möglich und nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Lagern Sie die Person flach auf dem Rücken. Wenn es die Schmerzen zulassen, können die Knie leicht angewinkelt und die Füße leicht nach außen gedreht werden (Froschschenkelhaltung). Decken Sie die Person warm zu und achten Sie auf Schockzeichen. Geben Sie nichts zu essen oder zu trinken.

44. Wirbelsäulenbruch

Frage: Was ist bei Verdacht auf einen Wirbelsäulenbruch unbedingt zu beachten, um weitere Schäden zu vermeiden?

Fallbeispiel: Eine Person ist nach einem Sprung ins flache Wasser regungslos. Sie klagt über Taubheitsgefühle.

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Lösung: Bei Verdacht auf Wirbelsäulenbruch: Die Person auf keinen Fall bewegen, es sei denn, es besteht akute Lebensgefahr (z.B. Brand). Jede unnötige Bewegung kann zu Querschnittslähmung führen. Notruf (112) wählen und auf den Rettungsdienst warten.

Im Fallbeispiel: Die Regungslosigkeit und die Taubheitsgefühle nach einem Sprung ins flache Wasser sind starke Hinweise auf eine Wirbelsäulenverletzung. Bewegen Sie die Person auf keinen Fall! Rufen Sie sofort den Notruf (112) und teilen Sie den Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung mit. Sichern Sie den Kopf der Person so gut es geht gegen Bewegung (z.B. mit den Händen oder durch Polsterung). Decken Sie die Person warm zu und beruhigen Sie sie, bis der Rettungsdienst eintrifft. Nur wenn akute Lebensgefahr besteht (z.g. Ertrinken), darf die Person unter größter Vorsicht und möglichst mit mehreren Helfern bewegt werden.

45. Thermische Schädigungen

Frage: Welche allgemeinen Maßnahmen ergreifen Sie bei thermischen Schädigungen (Hitze oder Kälte)?

Fallbeispiel: Eine Person ist nach längerem Aufenthalt in der prallen Sonne kollabiert.

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Lösung: Bei Hitze: Person aus der Hitze bringen, kühlen, Flüssigkeit anbieten. Bei Kälte: Person aus der Kälte bringen, warm zudecken, nasse Kleidung entfernen, keine Reibung oder Alkohol.

Im Fallbeispiel: Bringen Sie die Person sofort an einen kühlen, schattigen Ort. Lockern Sie beengende Kleidung. Kühlen Sie die Person mit feuchten Tüchern (besonders Stirn, Nacken, Leisten, Achseln). Bieten Sie, falls die Person bei Bewusstsein ist und schlucken kann, kühles, aber nicht eiskaltes Wasser an. Rufen Sie den Notruf (112), da ein Kollaps auf einen Hitzschlag hindeuten kann. Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage.

46. Hitzschlag

Frage: Was sind die Symptome eines Hitzschlags und wie kühlen Sie den Betroffenen richtig?

Fallbeispiel: Ein Marathonläufer bricht am Ende des Rennens zusammen, seine Haut ist heiß und trocken.

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Lösung: Symptome: Heiße, trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit. Kühlung: Sofort an einen kühlen Ort bringen, Kleidung entfernen, Körper intensiv kühlen (feuchte Tücher, Eisbeutel an Hals, Achseln, Leisten), Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Dies sind klassische Symptome eines Hitzschlags, ein lebensbedrohlicher Notfall. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Bringen Sie den Läufer an einen kühlen Ort. Entfernen Sie überschüssige Kleidung. Beginnen Sie sofort mit der intensiven Kühlung des Körpers: Legen Sie feuchte, kühle Tücher auf Stirn, Nacken, Achselhöhlen und Leisten. Fächeln Sie Luft zu. Wenn möglich, tauchen Sie die Person in kühles (nicht eiskaltes) Wasser oder übergießen Sie sie damit. Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage.

47. Sonnenstich

Frage: Wie unterscheiden Sie einen Sonnenstich von einem Hitzschlag und welche Maßnahmen sind bei einem Sonnenstich zu ergreifen?

Fallbeispiel: Ein Kind hat lange ohne Kopfbedeckung in der Sonne gespielt und klagt nun über Kopfschmerzen und Übelkeit.

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Lösung: Sonnenstich: Überhitzung des Kopfes, Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit, rote, heiße Kopfhaut. Körpertemperatur meist normal. Hitzschlag: Überhitzung des gesamten Körpers, hohe Körpertemperatur, heiße, trockene Haut, Bewusstseinsstörungen. Maßnahmen bei Sonnenstich: Sofort in den Schatten bringen, Kopf und Nacken kühlen (feuchte Tücher), Flüssigkeit anbieten, Oberkörper hochlagern.

Im Fallbeispiel: Bringen Sie das Kind sofort an einen kühlen, schattigen Ort. Kühlen Sie Kopf und Nacken des Kindes intensiv mit feuchten, kühlen Tüchern. Bieten Sie dem Kind schluckweise kühles Wasser oder ungesüßten Tee an. Lagern Sie den Oberkörper leicht erhöht. Beobachten Sie das Kind genau. Wenn sich der Zustand nicht bessert, Bewusstseinsstörungen auftreten oder das Kind erbricht, suchen Sie einen Arzt auf oder rufen Sie den Notruf (112).

48. Unterkühlung 1

Frage: Welche Anzeichen deuten auf eine leichte Unterkühlung hin und wie wärmen Sie den Betroffenen auf?

Fallbeispiel: Eine Person ist bei kaltem Wetter gestürzt und liegt seit einiger Zeit im Schnee, sie zittert stark.

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Lösung: Anzeichen: Starkes Zittern, Blässe, Kältegefühl, Gänsehaut, leichte Verwirrtheit. Aufwärmen: Person aus der Kälte bringen, nasse Kleidung entfernen, warm und trocken zudecken (Rettungsdecke, Decken), warme (nicht heiße!) Getränke anbieten (kein Alkohol!).

Im Fallbeispiel: Bringen Sie die Person sofort an einen geschützten, warmen Ort. Entfernen Sie die nasse Kleidung und decken Sie die Person mit trockenen Decken oder einer Rettungsdecke warm zu. Bieten Sie warme, gesüßte Getränke (z.B. Tee) an, falls die Person bei Bewusstsein ist und schlucken kann. Reiben Sie die Person nicht, da dies zu weiteren Problemen führen kann. Beobachten Sie den Zustand genau. Bei anhaltendem Zittern oder Verschlechterung des Zustands den Notruf (112) wählen.

49. Unterkühlung 2

Frage: Was sind die Symptome einer schweren Unterkühlung und welche Maßnahmen sind bei einem bewusstlosen, schwer unterkühlten Betroffenen zu ergreifen?

Fallbeispiel: Eine Person wird nach einem Lawinenunglück bewusstlos und stark unterkühlt aufgefunden.

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Lösung: Symptome: Kein Zittern mehr, Muskelstarre, bläuliche Haut, verlangsamte Atmung und Herzschlag, Bewusstlosigkeit. Maßnahmen: Notruf (112)! Person vorsichtig bewegen, nasse Kleidung entfernen, warm und trocken zudecken (Rettungsdecke, mehrere Decken). Keine aktive Erwärmung (keine Wärmflaschen, heiße Bäder). Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage oder Reanimation.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Notruf (112). Bewegen Sie die Person so wenig und so vorsichtig wie möglich, da ruckartige Bewegungen zu Herzrhythmusstörungen führen können. Entfernen Sie vorsichtig nasse Kleidung und decken Sie die Person mit mehreren trockenen Decken oder einer Rettungsdecke warm zu. Schützen Sie die Person vor weiterer Auskühlung vom Boden aus. Geben Sie keine warmen Getränke oder Nahrung. Prüfen Sie Bewusstsein und Atmung. Bei fehlender Atmung sofort mit der Reanimation beginnen. Bei vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Der Rettungsdienst muss die weitere, kontrollierte Erwärmung übernehmen.

50. Erfrierungen

Frage: Wie erkennen Sie Erfrierungen und wie versorgen Sie betroffene Körperteile?

Fallbeispiel: Nach einem langen Aufenthalt in extremer Kälte sind die Finger einer Person blass und gefühllos.

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Lösung: Anzeichen: Blasse, wachsartige Haut, Kältegefühl, später Taubheit, Schwellung, Blasenbildung. Versorgung: Betroffene Körperteile langsam und schonend erwärmen (z.B. in lauwarmem Wasserbad, 37°C). Nicht reiben! Steril abdecken. Bei Blasenbildung nicht öffnen. Arzt aufsuchen.

Im Fallbeispiel: Dies sind Anzeichen für Erfrierungen. Bringen Sie die Person an einen warmen Ort. Erwärmen Sie die erfrorenen Finger langsam und schonend, z.B. in einem lauwarmen Wasserbad (ca. 37°C). Reiben Sie die Finger auf keinen Fall! Decken Sie die Finger nach dem Aufwärmen steril ab. Wenn sich Blasen bilden, diese nicht öffnen. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, da Erfrierungen schwere Schäden verursachen können.

51. Verbrennungen/Verbrühungen

Frage: Wie kühlen Sie Verbrennungen und Verbrühungen richtig und wann ist ärztliche Hilfe notwendig?

Fallbeispiel: Ein Kind hat sich mit heißem Wasser verbrüht, die Haut ist rot und es bilden sich Blasen.

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Lösung: Kühlen Sie die betroffene Stelle sofort unter fließendem, lauwarmem Wasser (ca. 10-20°C) für 10-20 Minuten. Keine Eiswürfel oder eiskaltes Wasser verwenden! Entfernen Sie vorsichtig Kleidung und Schmuck, die nicht an der Haut kleben. Sterile Abdeckung. Ärztliche Hilfe ist notwendig bei: Verbrennungen 2. oder 3. Grades, großer Fläche, im Gesicht/Gelenknähe/Genitalbereich, bei Kindern/Säuglingen, bei Stromunfällen, bei Unsicherheit.

Im Fallbeispiel: Kühlen Sie die verbrühte Stelle sofort unter fließendem, lauwarmem Wasser für 10-20 Minuten. Entfernen Sie vorsichtig Kleidung und Schmuck, die nicht an der Haut kleben. Da sich Blasen bilden, handelt es sich mindestens um eine Verbrennung 2. Grades. Decken Sie die Wunde steril ab (z.B. mit einem sterilen Verbandtuch oder Frischhaltefolie, nicht direkt auf die Wunde kleben). Rufen Sie den Notruf (112) oder suchen Sie umgehend einen Arzt auf, da Kinder besonders empfindlich auf Verbrennungen reagieren.

52. Sonnenbrand

Frage: Welche Maßnahmen ergreifen Sie bei einem starken Sonnenbrand?

Fallbeispiel: Nach einem Tag am Strand ist Ihre Haut stark gerötet und schmerzt.

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Lösung: Sofort aus der Sonne gehen. Kühlen Sie die betroffenen Hautstellen mit feuchten Umschlägen oder kalten Duschen. Trinken Sie viel Flüssigkeit. Verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Cremes oder Lotionen (z.B. After-Sun). Bei Blasenbildung oder starken Schmerzen einen Arzt aufsuchen.

Im Fallbeispiel: Gehen Sie sofort aus der Sonne. Kühlen Sie die geröteten und schmerzenden Hautstellen mit feuchten, kühlen Umschlägen oder nehmen Sie eine lauwarme Dusche. Trinken Sie ausreichend Wasser, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Tragen Sie eine beruhigende After-Sun-Lotion oder eine feuchtigkeitsspendende Creme auf. Wenn sich Blasen bilden, die Schmerzen sehr stark sind, Fieber oder Schüttelfrost auftreten, suchen Sie einen Arzt auf.

53. Vergiftungen und Verätzungen

Frage: Welche allgemeinen Schritte sind bei Vergiftungen und Verätzungen zu beachten?

Fallbeispiel: Ein Kind hat aus Versehen Reinigungsmittel getrunken.

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Lösung: Eigenschutz beachten. Notruf (112) oder Giftnotruf wählen. Verpackung des Giftstoffs/Ätzmittels bereithalten. Person beruhigen. Bei Verätzungen sofort spülen. Bei Vergiftungen kein Erbrechen auslösen, keine Milch geben.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Giftnotruf oder den Notruf (112) an. Halten Sie die Verpackung des Reinigungsmittels bereit, um genaue Angaben zum Stoff machen zu können. Versuchen Sie nicht, Erbrechen auszulösen! Geben Sie dem Kind keine Milch oder andere Flüssigkeiten, es sei denn, es wird ausdrücklich vom Giftnotruf angewiesen. Bleiben Sie ruhig und beruhigen Sie das Kind. Beobachten Sie Atmung und Bewusstsein genau.

54. Vergiftungen

Frage: Welche Informationen sind für den Giftnotruf wichtig und wie handeln Sie bei einer Vergiftung?

Fallbeispiel: Eine Person hat versehentlich Tabletten eingenommen, die nicht für sie bestimmt waren.

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Lösung: Wichtige Informationen für den Giftnotruf: Wer (Alter, Gewicht des Betroffenen), Was (genaues Produkt, Wirkstoff, Menge), Wann (Uhrzeit der Einnahme), Wie (Art der Einnahme), Welche Symptome. Handeln: Notruf/Giftnotruf, Verpackung bereithalten, Person beruhigen, keine eigenmächtigen Maßnahmen.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Giftnotruf oder den Notruf (112) an. Halten Sie die Packung der Tabletten bereit, um genaue Angaben zu Wirkstoff und Menge machen zu können. Geben Sie Auskunft über das Alter und Gewicht der Person, die Uhrzeit der Einnahme und welche Symptome auftreten (z.B. Übelkeit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen). Versuchen Sie nicht, Erbrechen auszulösen oder andere eigenmächtige Maßnahmen zu ergreifen. Bleiben Sie bei der Person und beobachten Sie ihren Zustand genau.

55. Verätzungen der Haut

Frage: Wie spülen Sie Verätzungen der Haut korrekt und wie lange sollte gespült werden?

Fallbeispiel: Eine Person hat Säure auf die Haut bekommen, die Haut ist gerötet und schmerzt stark.

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Lösung: Sofort und ausgiebig unter fließendem, lauwarmem Wasser spülen (mindestens 10-20 Minuten, bei starken Verätzungen länger). Kleidung im betroffenen Bereich entfernen. Handschuhe tragen. Notruf (112) oder Arzt aufsuchen.

Im Fallbeispiel: Ziehen Sie sofort Schutzhandschuhe an. Spülen Sie die betroffene Hautstelle sofort und ausgiebig unter fließendem, lauwarmem Wasser für mindestens 10-20 Minuten. Entfernen Sie dabei vorsichtig alle Kleidung, die mit der Säure in Kontakt gekommen ist. Rufen Sie den Notruf (112) oder suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Decken Sie die gespülte Stelle steril ab. Achten Sie auf Schockzeichen.

56. Augenverätzungen

Frage: Wie spülen Sie Augenverätzungen effektiv und was ist dabei besonders wichtig?

Fallbeispiel: Eine Person hat beim Hantieren mit Chemikalien eine Spritzer ins Auge bekommen.

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Lösung: Sofort und ausgiebig spülen! Das Auge unter fließendem, lauwarmem Wasser (z.B. aus der Leitung oder einer Wasserflasche) für mindestens 10-20 Minuten spülen. Das Augenlid dabei offen halten und den Wasserstrahl von der Nase zum Ohr leiten, um das andere Auge nicht zu kontaminieren. Notruf (112) oder Augenarzt aufsuchen.

Im Fallbeispiel: Spülen Sie das Auge sofort und ausgiebig unter fließendem, lauwarmem Wasser. Halten Sie das Augenlid mit den Fingern offen, damit das Wasser das gesamte Auge erreicht. Leiten Sie den Wasserstrahl so, dass er von der Nase weg zum äußeren Augenwinkel fließt, um eine Kontamination des anderen Auges zu vermeiden. Spülen Sie für mindestens 10-20 Minuten. Rufen Sie währenddessen oder danach den Notruf (112) oder suchen Sie umgehend einen Augenarzt auf. Transportieren Sie die Person sitzend oder liegend, mit dem Kopf zur Seite des verätzten Auges, um ein Ablaufen der Chemikalie ins andere Auge zu verhindern.

57. Akute Erkrankungen

Frage: Welche allgemeinen Maßnahmen ergreifen Sie bei akuten Erkrankungen, die plötzlich auftreten?

Fallbeispiel: Eine ältere Person klagt plötzlich über starke Kopfschmerzen und Sehstörungen.

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Lösung: Ruhe bewahren, Notruf (112) wählen, Person beruhigen, in eine bequeme Position bringen, beengende Kleidung lockern, Bewusstsein und Atmung kontrollieren. Keine Medikamente ohne ärztliche Anweisung geben.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Notruf (112), da starke Kopfschmerzen und Sehstörungen Anzeichen für einen Schlaganfall oder andere ernste neurologische Probleme sein können. Beruhigen Sie die Person und lagern Sie sie bequem, oft mit leicht erhöhtem Oberkörper. Lockern Sie beengende Kleidung. Beobachten Sie Bewusstsein, Atmung und achten Sie auf weitere Symptome wie Lähmungen oder Sprachstörungen. Bleiben Sie bei der Person, bis der Rettungsdienst eintrifft.

58. Herzinfarkt

Frage: Welche typischen Symptome hat ein Herzinfarkt und wie lagern Sie den Betroffenen?

Fallbeispiel: Eine Person fasst sich an die Brust, klagt über starke Schmerzen, die in den linken Arm ausstrahlen, und ist blass.

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Lösung: Symptome: Starke, anhaltende Brustschmerzen (oft ausstrahlend in Arme, Kiefer, Rücken), Atemnot, Blässe, kalter Schweiß, Übelkeit, Angst. Lagerung: Oberkörper hochlagern, Beine leicht anwinkeln (Herzinfarkt-Lagerung).

Im Fallbeispiel: Dies sind klassische Symptome eines Herzinfarkts. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Lagern Sie die Person in der Herzinfarkt-Lagerung: Oberkörper hochlagern (z.B. mit Kissen im Rücken) und die Beine leicht anwinkeln. Lockern Sie beengende Kleidung. Beruhigen Sie die Person und bleiben Sie bei ihr. Beobachten Sie Bewusstsein und Atmung genau. Wenn die Person bewusstlos wird und nicht normal atmet, beginnen Sie sofort mit der Reanimation.

59. Schlaganfall

Frage: Wie erkennen Sie einen Schlaganfall anhand des FAST-Tests und was ist die wichtigste Sofortmaßnahme?

Fallbeispiel: Eine Person hat plötzlich eine Lähmung im Gesicht, kann nicht mehr richtig sprechen und hebt einen Arm nicht.

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Lösung: FAST-Test:

  • Face (Gesicht): Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab?
  • Arms (Arme): Bitten Sie die Person, beide Arme gleichzeitig nach vorne zu heben. Sinkt ein Arm ab?
  • Speech (Sprache): Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Ist die Sprache verwaschen oder unverständlich?
  • Time (Zeit): Wählen Sie sofort den Notruf 112!
Wichtigste Sofortmaßnahme: Sofort den Notruf (112) wählen, auch wenn Symptome nur kurz auftreten. Zeit ist Gehirn!

Im Fallbeispiel: Führen Sie sofort den FAST-Test durch:

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab? (Ja, Lähmung im Gesicht)
  • Arms: Bitten Sie die Person, beide Arme gleichzeitig nach vorne zu heben. (Hebt einen Arm nicht)
  • Speech: Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. (Kann nicht richtig sprechen)
  • Time: Rufen Sie sofort den Notruf 112!
Lagern Sie die Person bequem, oft mit leicht erhöhtem Oberkörper. Lockern Sie beengende Kleidung. Bleiben Sie bei der Person und beruhigen Sie sie, bis der Rettungsdienst eintrifft. Geben Sie nichts zu essen oder zu trinken.

60. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Frage: Wie erkennen Sie eine Unterzuckerung bei einem Diabetiker und wie leisten Sie erste Hilfe?

Fallbeispiel: Ein Diabetiker wird plötzlich blass, zittrig und verwirrt.

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Lösung: Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie): Blässe, Zittern, Schwitzen, Heißhunger, Herzklopfen, Unruhe, Verwirrtheit, Sprachstörungen, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit. Erste Hilfe: Bei Bewusstsein schnell wirkende Kohlenhydrate geben (z.B. Traubenzucker, Cola, Saft). Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage und Notruf (112).

Im Fallbeispiel: Die Symptome (blass, zittrig, verwirrt) deuten stark auf eine Unterzuckerung hin. Wenn der Diabetiker bei Bewusstsein ist und schlucken kann, geben Sie ihm sofort schnell wirkende Kohlenhydrate (z.B. 2-4 Stück Traubenzucker, ein Glas Cola oder Fruchtsaft). Beobachten Sie, ob sich der Zustand schnell bessert. Wenn die Person bewusstlos wird oder sich der Zustand nicht bessert, rufen Sie den Notruf (112) und bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage.

61. Sepsis (Blutvergiftung)

Frage: Welche Anzeichen können auf eine Sepsis (Blutvergiftung) hindeuten und wann sollten Sie den Notruf wählen?

Fallbeispiel: Eine Person hat eine kleine Wunde, die sich entzündet hat, und entwickelt plötzlich Fieber, Schüttelfrost und Verwirrung.

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Lösung: Anzeichen einer Sepsis: Fieber/Untertemperatur, Schüttelfrost, schneller Herzschlag, schnelle Atmung, niedriger Blutdruck, Verwirrtheit, Desorientierung, Hautveränderungen (z.B. marmoriert). Notruf (112) sofort wählen, wenn diese Symptome auftreten, insbesondere bei bekannter Infektion oder Wunde.

Im Fallbeispiel: Das Auftreten von Fieber, Schüttelfrost und Verwirrung in Verbindung mit einer entzündeten Wunde sind starke Alarmzeichen für eine Sepsis. Rufen Sie sofort den Notruf (112). Decken Sie die Person warm zu, um den Schüttelfrost zu lindern. Lagern Sie die Person bequem. Beobachten Sie Bewusstsein, Atmung und Kreislauf genau. Informieren Sie den Rettungsdienst über die Wunde und die aufgetretenen Symptome.

62. Akute Baucherkrankungen

Frage: Welche Symptome weisen auf eine akute Baucherkrankung hin und wie lagern Sie den Betroffenen?

Fallbeispiel: Eine Person hat plötzlich starke, krampfartige Bauchschmerzen und muss sich übergeben.

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Lösung: Symptome: Starke Bauchschmerzen (krampfartig, stechend, dumpf), Übelkeit, Erbrechen, Durchfall/Verstopfung, Fieber, harter/gespannter Bauch. Lagerung: Rückenlage mit angewinkelten Beinen (Knierolle), um die Bauchmuskulatur zu entspannen.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie den Notruf (112), da starke, krampfartige Bauchschmerzen und Erbrechen auf eine ernsthafte akute Baucherkrankung hindeuten können. Lagern Sie die Person in Rückenlage mit leicht angewinkelten Beinen (legen Sie z.B. eine zusammengerollte Decke unter die Knie), um die Bauchmuskulatur zu entspannen. Geben Sie nichts zu essen oder zu trinken. Decken Sie die Person warm zu. Beobachten Sie Bewusstsein und Atmung.

63. Asthma bronchiale

Frage: Wie helfen Sie einer Person mit einem akuten Asthmaanfall und wann ist der Notruf notwendig?

Fallbeispiel: Eine Person bekommt plötzlich starke Atemnot, pfeifende Geräusche beim Atmen und kann kaum sprechen.

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Lösung: Helfen Sie der Person, eine aufrechte Sitzposition einzunehmen (Kutschersitz). Beruhigen Sie sie. Helfen Sie bei der Anwendung des Notfallsprays (Inhalator), falls vorhanden. Notruf (112) bei starker Atemnot, Blaufärbung der Lippen, Bewusstseinsstörungen oder wenn das Spray nicht hilft.

Im Fallbeispiel: Rufen Sie sofort den Notruf (112), da die Atemnot sehr stark ist und die Person kaum sprechen kann. Helfen Sie der Person, eine bequeme, aufrechte Sitzposition einzunehmen (z.B. Kutschersitz, bei dem die Person sich mit den Armen auf den Oberschenkeln abstützt). Beruhigen Sie die Person und sprechen Sie ruhig mit ihr. Fragen Sie, ob sie ein Notfallspray hat und helfen Sie ihr bei der Anwendung. Beobachten Sie die Atmung und achten Sie auf eine mögliche Blaufärbung der Lippen.

64. Krampfanfälle

Frage: Wie schützen Sie eine Person während eines Krampfanfalls und was tun Sie danach?

Fallbeispiel: Eine Person fällt plötzlich zu Boden, zuckt am ganzen Körper und hat Schaum vor dem Mund.

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Lösung: Während des Anfalls: Person vor Verletzungen schützen (Kopf polstern, gefährliche Gegenstände entfernen). Nichts in den Mund stecken! Anfall dokumentieren (Uhrzeit, Dauer). Nach dem Anfall: Stabile Seitenlage, Notruf (112) bei erstem Anfall, Verletzungen, langer Dauer (>5 Min.) oder mehreren Anfällen.

Im Fallbeispiel:

  • Während des Anfalls: Schützen Sie den Kopf der Person, indem Sie etwas Weiches (z.B. eine Jacke) unterlegen. Entfernen Sie alle gefährlichen Gegenstände aus der Umgebung, an denen sich die Person verletzen könnte. Versuchen Sie nicht, die Person festzuhalten oder Bewegungen zu unterbinden. Stecken Sie nichts in den Mund! Achten Sie auf die Uhrzeit des Beginns des Anfalls.
  • Nach dem Anfall: Sobald der Anfall vorbei ist und die Zuckungen aufhören, bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, da sie bewusstlos sein wird und Schaum im Mund haben kann. Rufen Sie den Notruf (112), da dies der erste Anfall sein könnte oder er länger als 5 Minuten dauert. Bleiben Sie bei der Person und beobachten Sie Atmung und Bewusstsein, bis der Rettungsdienst eintrifft.

65. Erste Hilfe im Betrieb

Frage: Welche gesetzlichen Grundlagen und organisatorischen Maßnahmen sind für die Erste Hilfe im Betrieb relevant?

Fallbeispiel: In einem kleinen Bürogebäude gibt es einen neuen Mitarbeiter. Was muss der Arbeitgeber bezüglich der Ersten Hilfe sicherstellen?

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Lösung: Gesetzliche Grundlagen sind das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention". Organisatorische Maßnahmen umfassen die Bestellung von Ersthelfern, Bereitstellung von Erste-Hilfe-Material (Verbandkästen), Aushang von Notrufnummern und Notfallplänen.

Im Fallbeispiel: Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass ausreichend Ersthelfer ausgebildet sind (Anzahl richtet sich nach Mitarbeiterzahl), dass Verbandkästen nach DIN 13157 oder 13169 vorhanden und zugänglich sind, dass Notrufnummern (112, intern, Giftnotruf) aushängen und dass ein Notfallplan bekannt ist. Der neue Mitarbeiter sollte über die Erste-Hilfe-Einrichtungen und die zuständigen Ersthelfer informiert werden.

66. Personelle, materielle und organisatorische Maßnahmen

Frage: Welche personellen, materiellen und organisatorischen Maßnahmen sind für eine effektive Erste Hilfe im Betrieb notwendig?

Fallbeispiel: Ein Unternehmen möchte seine Erste-Hilfe-Vorkehrungen optimieren. Welche Bereiche sollten sie überprüfen?

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Lösung:

  • Personell: Ausreichend ausgebildete Ersthelfer (Anzahl nach DGUV Vorschrift 1), regelmäßige Fortbildung.
  • Materiell: Ausreichende Anzahl und Ausstattung von Verbandkästen (DIN 13157/13169), ggf. AED, Krankentransportmittel.
  • Organisatorisch: Aushang von Notfallplänen und Notrufnummern, Meldung von Unfällen, regelmäßige Überprüfung und Ergänzung des Materials, Notfallübungen.

Im Fallbeispiel: Das Unternehmen sollte überprüfen:

  • Sind genügend Ersthelfer ausgebildet und ihre Schulungen aktuell?
  • Sind die Verbandkästen vollständig, zugänglich und gekennzeichnet? Gibt es einen AED?
  • Hängen Notfallpläne und Notrufnummern gut sichtbar aus?
  • Gibt es klare Abläufe für die Meldung von Unfällen und die Erste Hilfe?
  • Wer ist für die regelmäßige Kontrolle und Auffüllung der Verbandkästen zuständig?

67. Maßnahmen nach einem Unfall

Frage: Welche Schritte müssen nach einem Arbeitsunfall, bei dem Erste Hilfe geleistet wurde, unternommen werden?

Fallbeispiel: Ein Mitarbeiter stürzt im Lager und verletzt sich am Bein, sodass Erste Hilfe geleistet werden muss.

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Lösung: Nach einem Arbeitsunfall mit Erste-Hilfe-Leistung:

  • Dokumentation im Verbandbuch (oder digital): Wer, wann, wo, was passiert, welche Verletzung, welche Erste Hilfe, wer hat geholfen.
  • Bei meldepflichtigen Unfällen (Arbeitsunfähigkeit > 3 Tage): Meldung an die Berufsgenossenschaft.
  • Ggf. Durchgangsarzt aufsuchen.
  • Analyse des Unfalls zur Prävention zukünftiger Unfälle.

Im Fallbeispiel:

  • Die Erste Hilfe wird geleistet.
  • Der Unfall und die geleistete Erste Hilfe müssen umgehend im Verbandbuch dokumentiert werden.
  • Wenn der Mitarbeiter voraussichtlich länger als 3 Tage arbeitsunfähig ist, muss der Unfall der zuständigen Berufsgenossenschaft gemeldet werden.
  • Der Mitarbeiter sollte einem Durchgangsarzt vorgestellt werden, der die Unfallfolgen beurteilt und die weitere Behandlung koordiniert.
  • Es sollte eine Untersuchung der Unfallursache erfolgen, um ähnliche Unfälle in Zukunft zu vermeiden (z.B. Überprüfung der Lagerbedingungen, Schulung der Mitarbeiter).

68. Hinweise zum Transport

Frage: Wann ist ein Transport eines Verletzten durch Laien zulässig und was ist dabei zu beachten?

Fallbeispiel: Eine Person hat sich den Knöchel verstaucht und kann nicht mehr auftreten. Der Notruf wurde bereits abgesetzt, aber der Rettungsdienst braucht noch Zeit.

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Lösung: Ein Transport durch Laien ist nur zulässig, wenn keine akute Lebensgefahr besteht und der Transport schonend und sicher erfolgen kann, ohne den Zustand des Verletzten zu verschlimmern. Bei Verdacht auf schwere Verletzungen (z.B. Wirbelsäule, Becken, Kopf, innere Blutungen) immer auf den Rettungsdienst warten. Wenn transportiert wird: Schonend, in stabiler Position, mit Begleitung und regelmäßiger Kontrolle des Zustands.

Im Fallbeispiel: Da der Notruf bereits abgesetzt wurde und der Rettungsdienst unterwegs ist, sollte man idealerweise auf dessen Eintreffen warten. Ein verstauchter Knöchel ist in der Regel keine lebensbedrohliche Verletzung. Wenn der Transport zum Arzt oder ins Krankenhaus *unbedingt* notwendig ist und der Rettungsdienst sehr lange braucht, könnte ein schonender Transport im PKW erwogen werden, *aber nur wenn die Person stabil ist und der Transport ihren Zustand nicht verschlechtert*. Die Person sollte dabei bequem sitzen oder liegen und der Knöchel hochgelagert und gekühlt werden. Regelmäßige Kontrolle des Zustands ist wichtig. Im Zweifel immer auf den professionellen Rettungsdienst warten.

69. Inhalt des Verbandkastens nach DIN 13157

Frage: Welche grundlegenden Materialien müssen in einem Verbandkasten nach DIN 13157 enthalten sein?

Fallbeispiel: Sie sind für die Überprüfung des Verbandkastens in Ihrem Büro zuständig. Welche Materialien sollten Sie auf Vollständigkeit prüfen?

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Lösung: Ein Verbandkasten nach DIN 13157 (kleiner Verbandkasten) enthält u.a. Heftpflaster, Wundschnellverbände, sterile Wundauflagen, Verbandpäckchen, Fixierbinden, Dreieckstücher, Rettungsdecke, Schere, Einmalhandschuhe, Feuchttücher zur Händereinigung.

Im Fallbeispiel: Sie sollten prüfen, ob alle aufgeführten Materialien in ausreichender Menge vorhanden sind und ob das Haltbarkeitsdatum (insbesondere bei sterilen Produkten) nicht abgelaufen ist. Dazu gehören: verschiedene Pflaster (Heftpflaster, Wundschnellverbände), sterile Wundauflagen in verschiedenen Größen, Verbandpäckchen, Fixierbinden, Dreieckstücher, eine Rettungsdecke, eine Erste-Hilfe-Schere, Einmalhandschuhe und Feuchttücher zur Händereinigung. Achten Sie auch auf die Sauberkeit und Unversehrtheit des Kastens.

70. DGUV Regelwerk für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Frage: Welche Rolle spielt das DGUV Regelwerk für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, insbesondere im Bereich Erste Hilfe?

Fallbeispiel: Ein Unternehmen möchte sicherstellen, dass es alle Vorschriften bezüglich der Ersten Hilfe am Arbeitsplatz erfüllt. Wo finden sie die relevanten Informationen?

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Lösung: Das DGUV Regelwerk (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) konkretisiert die staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und gibt detaillierte Anweisungen zur Umsetzung von Sicherheit und Gesundheitsschutz, inklusive der Ersten Hilfe. Es ist für Unternehmen, die Mitglieder einer Berufsgenossenschaft sind, verbindlich. Relevant sind u.a. DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" und DGUV Information 204-022 "Erste Hilfe im Betrieb".

Im Fallbeispiel: Das Unternehmen sollte sich auf der Website der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) oder ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft informieren. Dort finden sie die DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention", die die grundlegenden Pflichten festlegt, und die DGUV Information 204-022 "Erste Hilfe im Betrieb", die detaillierte Hinweise zur Organisation der Ersten Hilfe, zur Anzahl der Ersthelfer, zur Ausstattung mit Material und zu den Meldepflichten gibt. Auch die Betriebsärztin/der Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit können hier Auskunft geben.

71. Checkliste Erste Hilfe

Frage: Welche Punkte sollte eine Checkliste für die Erste Hilfe abdecken, um im Notfall schnell und strukturiert handeln zu können?

Fallbeispiel: Sie möchten eine einfache Erste-Hilfe-Checkliste für Ihr Zuhause erstellen. Welche Kernpunkte sollten enthalten sein?

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Lösung: Eine Erste-Hilfe-Checkliste sollte folgende Kernpunkte enthalten:

  • Eigenschutz (Gefahren erkennen, Schutzmaßnahmen ergreifen)
  • Notruf (112) absetzen (5 W's)
  • Bewusstsein prüfen (Ansprechen, Schütteln)
  • Atmung prüfen (Sehen, Hören, Fühlen)
  • Maßnahmen je nach Zustand (Stabile Seitenlage, Reanimation, Wundversorgung, Schocklage etc.)
  • Regelmäßige Kontrolle des Zustands
  • Wärmeerhalt
  • Betreuung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Im Fallbeispiel: Für eine Checkliste zu Hause könnten folgende Punkte sinnvoll sein:

  • Notrufnummern: 112 (Notarzt/Feuerwehr), Giftnotruf.
  • Ablauf im Notfall:
    1. Ruhe bewahren, Eigenschutz.
    2. Person ansprechen, Bewusstsein prüfen.
    3. Notruf absetzen.
    4. Atmung prüfen.
    5. Maßnahmen einleiten (stabile Seitenlage, Reanimation, Blutung stillen etc.).
    6. Wärmeerhalt (Decke).
    7. Regelmäßige Kontrolle.
  • Erste-Hilfe-Material: Wo ist der Verbandkasten? Ist er vollständig?
  • Wichtige Infos: Allergien, Medikamente, Vorerkrankungen der Familienmitglieder.